Das primäre Magenlymphom vom MALT-Typ (Mucosa-Associated-Lymphoid-Tissue) ist das häufigste bösartige (maligne) Lymphom ausserhalb der Lymphknoten. Der Tumor hat seinen Ursprung im Schleimhaut-assoziierten Lymphgewebe des Magens. In 40 Prozent der Fälle wird er als niedrig maligne taxiert und in 60 Prozent der Fälle als hoch maligne. Interessant ist, dass in 90 Prozent der Fälle mit einem niedrig malignen MALT eine chronische Infektion mit Helicobacter pylori vorausgegangen ist.
Symptome
Der Tumor ist zunächst auf den Magen beschränkt, wo er kaum Symptome hervorruft. Im späteren Stadium kommen die typischen Symptome einer Lymphomerkrankung hinzu, wie Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsverlust und meist auch Übelkeit sowie Appetitverlust. In diesen Stadien kommt es zunehmend (progressiv) zum Befall von Lymphknoten ausserhalb des Magens bis hin zum Befall anderer Organe.
Diagnose
Wie beim Magenkarzinom ermöglicht die Gastroskopie mit Biopsieentnahme eine exakte Diagnose. Dabei wird auch abgeklärt, ob eine Helicobacter-pylori-Infektion besteht. Im Frühstadium kann die Behandlung (Eradikation) der Helicobacter-pylori-Infektion beim niedrig malignen Typ schon ausreichen. Danach bildet sich das Lymphom zurück.
Behandlung
Im fortgeschrittenen Stadium kommt entweder eine Bestrahlung oder eine kombinierte Immuno-/Chemotherapie zum Einsatz. Eventuell wird diese kombiniert mit der operativen Entfernung von Teilen des Magens (Magenresektion). Zirka 90 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit diesem bösartigen Lymphomtyp können heute geheilt werden.