Die fokal noduläre Hyperplasie (FNH) ähnelt in der Bildgebung einem gutartiger Tumor, ist aber eigentlich eher als Anlagestörung der Leberzellen zu verstehen. Vergleichbar ist die Störung mit Dachziegeln, die nicht korrekt aufgereiht wurden und die aus der Ferne betrachtet ein ungleichmässiges Muster auf dem Dach ergeben. Die fokal noduläre Hyperplasie kommt deutlich häufiger bei Frauen als bei Männern vor. Da sie meistens keine Beschwerden verursacht, wird sie für gewöhnlich als Zufallsbefund entdeckt. Ein Zusammenhang mit Hormonen (Schwangerschaft / Anti-Baby Pille) konnte nicht nachgewiesen werden, ebenso wenig eine mögliche Entartung zum bösartigen Tumor. Entsprechend ist eine chirurgische Entfernung nur sehr selten indiziert. Aufgrund ihres charakteristischen Erscheinungsbilds genügen für die Diagnosestellung eine oder zwei Bildgebungen der Leber. Eine Leberbiopsie (Entnahme von Lebergewebe mit einer feinen Nadel) ist überflüssig.
Fokal noduläre Hyperplasie
Zum übergeordneten Arbeitsgebiet:
Viszeralchirurgie